Beitrag und Chancen der ‘Kleinen Fächer’

Der Bericht geht auf einen Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zurück,  mehr über die Gelingensbedingungen zu erfahren betreffend Partizipation von so genannt Kleinen Fächern an europäischen Forschungsförderung. Die Untersuchung basiert auf einer flächendeckenden Online-Befragung aller Professor/innen kleiner Fächer an deutschen Universitäten, auf Fallstudien an ausgewählten Universitäten und drittens auf leitfadengestützten Interviews mit Professor/innen an ausgewählten Universitäten.

Im Resultat bestätigt der Bericht eine relativ hohe Forschungsbeteiligung von kleinen Fächern an internationalen Forschungsaktivitäten. Diese Aktivitäten differieren auch, aber nicht nur entlang der Disziplin und der fachlichen Orientierung der kleinen Fächer, nämlich dahingehend, dass überregionale und internationale Forschungsthemen auch verstärkt mit international ausgerichteten Aktivitäten einhergehen.

Der Bericht schliesst mit Befunden und Empfehlungen. Dabei machen die Autor/innen deutlich, dass die Bedarfe nach internationaler Vernetzung und Beteiligung an internationalen Forschungsaktivitäten je für die verschiedenen Fächer unterschiedliches bedeuten können. Daraus leiten sie ab, dass die Förderformate und die Förderstrategien vielfältig und flexibel sein müssen. Mit Blick auf unterstützende Rahmenbedingungen betont der Bericht, dass langfristig verfügbare und geförderte Forschungsinfrastruktur von grosser Bedeutung ist, und die administrativen Aufwände gerade für kleine Fächer ein wesentlicher motivationaler Faktor sind.

In diesem Sinne halten sowohl Methodik und Analyse als auch Ergebnis und  Empfehlung zahlreiche interessante Informationen bereit, die für eine Diskussion und vertiefende Analyse der Thematik auch für die Schweizer Universitäten sehr anregend sind.

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