Die «European Higher Education Area»

Der im Jahr 1999 gestartete Prozess zur Etablierung eines Europäischen Hochschulraums (EHEA) – besser bekannt als Bologna-Prozess – hat vielfältige Entwicklungen angestossen. Dabei haben sich teilweise auch die Zielsetzungen des Prozesses verändert, wenn auch die generelle Stossrichtung dieselbe geblieben ist.

Auf dieser Seite werden Aspekte angesprochen, die aus unserer Sicht für die Entwicklung des Hochschulraums der Schweiz interessant sind.

Neueste Informationen: Paris Konferenz vom Mai 2018

Das Ministertreffen zur Feier von zwanzig Jahren Bologna-Prozess in Europa fand am 24./25. Mai 2018 in Paris statt, dort wo 1997 die Sorbonne-Deklaration gleichsam den Startpunkt für die Entwicklung eines Europäischen Hochschulraums (EHEA) gab. Das Paris-Kommuniqué fokussiert diese Punkte:

  • Bedeutung der Hochschulen für die grossen Herausforderungen der Gegenwart
  • Weitere Umsetzung der «Standards and Guidelines for Quality Assurance in the European Higher Education Area» (ESG)
  • Vollständige Implementierung von ECTS auf der Basis des ECTS-User Guide 2015
  • Implementierung der Lissabon Konvention zur Anerkennung von Qualifikation, vorangehendem Lernen (Prior Learning) und von Studienzeiten
  •  Adaptierung des überarbeiteten Diploma Supplements und dessen Digitalisierung
  • Integration von kürzeren Studienprogrammen in den EHEA-Qualifikationsrahmen
  • Fokus auf Innovation in der Entwicklung von Lehren und Lernen, unter Anerkennung der Initiative der European University Association (EUA) (1st European Learning & Teaching Forum)
  • Vorbereitung von Entwicklungsprioritäten für die Jahre 2020–2030.

Immer wieder interessant sind auch die Analysen aus Studierendensicht, die sich durchaus von den Einschätzungen der staatlichen Stellen unterscheiden: Bologna with Student Eyes

Die weitere Entwicklung des EHEA soll insbesondere über das Erasmus+-Programm unterstützt werden.

Weitere Informationen und Links zu den Dokumenten finden sich hier.

Die nächste Konferenz der Bologna-Bildungsminister ist für Mai 2020 in Italien geplant.

Jerewan-Kommuniqué vom Mai 2015

Das Kommuniqué behandelt die folgenden Punkte

  • Verbesserung der Qualität und der Relevanz von Lehren und Lernen
  • Stärkung der Employability der Hochschulabsolvent/innen aller Studienstufen durch ihr ganzes Berufsleben
  • Weiterentwicklung des Bildungssystems mit Blick auf soziale Inklusion
  • Konsequente Implementierung der vereinbarten Reformstruktur und der relevanten Instrumente

Weitere Informationen und Links zu den Dokumenten finden sich hier.