Hochschule 4.0 – Was ist dran?

Die Digitalisierung der Welt ist weit vorangeschritten. Aber welches sind die Auswirkungen auf die Hochschulen und wie sähe sie denn aus, die «Hochschule 4.0»? Nach einer kurzen Einführung in die Thematik werden weiter unten mögliche Aspekte der Hochschule 4.0 zusammengestellt. Das ZHE Zürich führte am 7. Juli 2016 einen Workshop zum Thema durch. 

(Diese Seite befindet sich im Aufbau und wird derzeit laufend bearbeitet. Stand: 17. Juni 2016)

Eine «Welt 4.0»

Der Einsatz von Computern ist Alltag – in unser aller Leben, in der Wirtschaft und in den Universitäten. Und die Veränderungen, die mit der digitalen Durchdringung von mehr und mehr Lebens- und Arbeitsbereichen einhergehen,  werden immer deutlicher. Telefonieren im öffentlichen Raum ist längst kein Tabu mehr und immer dann, wenn Gegenbewegungen entstehen («eine Woche ohne Handy», «Ich leiste mir, keine E-Mail-Adresse zu haben»), wissen wir: Diese Veränderung hat das Potenzial, für immer zu bleiben.

Seit einiger Zeit fehlt in keinem politischen Votum, das sich mit der Welt von morgen auseinandersetzt, die mythische Zahl «4.0» – und das, obwohl wir alle wissen, dass ein Release x.0 noch kaum je wirklich alltagstauglich war.  😉

Unter den Stichworten – und die dazu Literatur wächst rasant – beispielsweise «Wirtschaft 4.0», «Industrie 4.0» oder auch «Zivilgesellschaft 4.0» werden Entwicklungen diskutiert, denen in der Regel die folgenden Aspekte gemeinsam sind:

  • Prozesse basieren auf weitläufig vernetzten Daten, immer mehr aus dem Internet bzw. aus der Cloud
  • Informationen stehen nahezu «real-time» zur Weiterverarbeitung zur Verfügung
  • Die Prozesse werden intelligent End-to-End gestaltet
  • Die dazu gehörenden Stichworte lauten:
    • Smart in allen Kombination: Smart-Grid, Smart-Web, Smart-Logistic, Smart Mobility usw.
    • Cloud
    • Internet der Dinge
    • Big Data

Die auch als «vierte Industrialisierung» bezeichnet Entwicklung ermöglicht die «Individuelle Massenverarbeitung» und verspricht auch in vielen anderen Bereichen die Quadratur des Zirkels , so etwa bei Nachhaltigkeit und Effizienz.

Mit «Hochschule 4.0» verbundene Aspekte

An den Hochschulen ist die Digitalisierung auch heute schon angekommen. Sowohl Lehren wie Lernen, Forschen wie Kommunizieren, Verwalten wie Steuern stellen auf neue Technologien ab. In den verschiedenen Leistungsbereichen kann – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – eine weitere Digitalisierung mit den folgenden Aspekten verbunden sein.

Lehre

Die Veränderungen in der Hochschullehre betreffen die Lehrende, die Lernenden und die Institutionen, welche die Lehrangebote bereit stellen und dabei auf vertraglich geregelte Verbindungen zu Lehrenden und Lernenden abstellen.

  • E-Learning und die Nutzung der Möglichkeiten des Internets
    • Zeit- und Orts-Unabhängigkeit
    • Lernangebote von global agierenden Anbietern
    • erweiterte pädagogische Lehr-Lern-Arrangements
  • Individualisierung von Lernpfaden, Curricula und Qualifikationsprofilen
  • Weiterbildung, lebenslanges Lernen in globalem Umfeld
  • Globale Kooperation und Konkurrenz im Bereich der Bildungsangebote

Forschung

Die Forschenden können in der Ausgestaltung ihrer Forschungsaktivitäten etwas unabhängiger von ihren Heiminstitutionen agieren als im Bereich der  Lehre. Doch auch ihre Forschungsumgebung wird durch die Digitalisierung und die damit verbundenen Möglichkeiten verändert:

  • Plattformen zur Vernetzung und Sichtbarmachung von Forschung
  • Durchgängig digitales Life-Cicle-Managment von Forschungsaktivitäten und der Forschungsdaten
  • Weitreichende Vernetzung von Daten aller Art als Ausgangspunkt für Forschungsaktivitäten

Administration

Die Erledigung der administrativen Aufgaben einer Hochschule sind in vielen Bereichen in den letzten Jahren und Jahrzehnten zu durchgängig IT-unterstützten Prozessen modernisiert worden. Die Weiterentwicklung wird durch diese Aspekte vorangetrieben:

  • Weiterentwicklung der Administrationsprozesse (mehr Self-Service, mehr Life-Cicle-Management, mehr DataWarehouse-Funktionen, erweiterte Kosten-Leistungsmodelle)
  • Verknüpfung der Daten, die in den einzelnen Prozessen gewonnen und bearbeitet werden
  • Arbeiten in der Cloud
  • Möglichkeit, strategische Entscheidungen auf nahezu in Echtzeit verfügbare Information (und Analyse) abzustellen
  • Erweiterung der Administrationsprozesse in der Lehre um stark individualisierte Aspekte (Marketing, Zulassung, Anrechnung und Anerkennung, Lernpfad-Management)

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